Plötzlich Führungskraft - Anforderungen und Herausforderungen
Nach der Beförderung in die Chefetage sind viele frischgebackene Chef*innen erstmal ziemlich überfordert. Der neuen Rolle als Führungskraft gerecht zu werden bedeutet, viele Herausforderungen zu meistern und oft ist das kein leichtes Unterfangen. Nicht immer klappt die Umstellung ganz ohne Probleme und das hat viele Gründe. Dieser Artikel beleuchtet die Anforderungen sowie die Herausforderungen, denen sich neu ernannte Führungskräfte stellen müssen und wie der Sprung ins Management am besten gelingt.
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Neue Rolle - keinen Plan
Oft sitzen die neuen Führungskräfte komplett ahnungslos in ihrem schicken neuen Büro. “Wie geht es nun weiter, was wird von mir erwartet, wie kann ich meine Aufgaben meistern?" Tausend Fragen und kein Plan. Das Gefühl, allein gelassen zu sein, ist keine Seltenheit, denn leider werden nur die wenigsten Führungskräfte auf ihre neue Rolle vorbereitet.
Zahlen und Fakten
Laut einer aktuellen Studie von Stepstone
▶️ werden nur 15 Prozent der beförderten Führungskräfte innerhalb des Unternehmens auf ihre neue Rolle vorbereitet.
▶️ haben sage und schreibe 35 Prozent niemals überhaupt ein Führungskräfte-Training erhalten.
▶️ räumen 8 von 10 Vorgesetzten rückblickend ein, dass ein Vorbereitungstraining wichtig gewesen wäre.
▶️ hat sich fast jeder Zehnte neue Führungskraft auf eigene Kosten fortgebildet, um die neue Hürde zu meistern.
Vom Mitarbeitenden zum Teamleader - das ändert sich
Als Führungskraft müssen ganz neue Aufgaben bewältigt werden. Teamleader sind unter anderem nicht nur für ihre eigene Arbeitsleistung verantwortlich, sondern für die des gesamten Teams. Ebenso ist es wichtig, Aufgaben effektiv zu delegieren, denn es ist nicht nötig, alles alleine zu stemmen.
Kurz zusammengefasst muss eine Führungskraft:
👉️ Verantwortung übernehmen
...und das nicht nur für die eigene Arbeit, sondern auch für die der Mitarbeiter*innen.
👉️ Entscheidungen treffen
... und das oft schnell, unter Zeitdruck und ohne Hilfe.
👉️ Konflikte lösen
... und dabei nicht für "Lieblinge" Partei ergreifen, sondern objektiv bleiben.
👉️ Mitarbeiter führen
... und das kann kompliziert werden, vor allem, wenn es sich um ehemalige Kolleg*innen handelt, mit denen man vielleicht früher zusammen in der Kantine selbst über die Führungsetage hergezogen ist.
👉️ Grenzen ziehen
.... und den ehemaligen Kollegen dennoch vermitteln, dass man als Teamleiter*in sowohl Vorgesetzter als auch Kollege ist und alle an einem Strang ziehen.
Herausforderungen beim Führen ehemaliger Kolleg*innen
Der Sprung vom Kollegen zum Vorgesetzten stellt Viele vor große Herausforderungen, besonders, wenn die Beförderung beinahe wie aus heiterem Himmel kommt und es keine Vorbereitungs- oder Einarbeitungszeit gibt. Hier gilt es, die Dinge Step by Step anzugehen und sich langsam in die neue Rolle einzufinden.
Hier unsere 8 Tipps, wie es klappt, vom Kollegen in die Rolle der Führungskraft zu wechseln:
1. Sich ausreichend Zeit geben, um sich einzuarbeiten und sich mit der neuen Position und den anstehenden Aufgaben vertraut zu machen.
2. Unter Druck ruhig bleiben, denn in Stresssituationen passieren Fehler.
3. Delegieren lernen und sich dich dazu über die Schwächen und Stärken der Mitarbeiter*innen zu informieren.
4. Alle Mitarbeiter mit Fairness und Wertschätzung behandeln, ohne zu bevorzugen oder zu urteilen.
5. Transparenz zeigen und ansprechbar sein für die Belange der Teammitglieder.
6. Offen und ehrlich mit den Mitarbeiter*innen umgehen und selbst auch Feedback oder Kritik annehmen.
7. Weiterbildungsmöglichkeiten und Seminare oder Workshops zum Thema Führungs- und Zeitmanagement nutzen.
8. Um Hilfe bitten und sich von erfahrenen Führungskräften beraten und unterstützen lassen.
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Vom Umgang mit Stress-Situationen
Der Umgang mit Stress ist ebenso Teil der Führungsrolle. So wird es sicherlich Zeiten geben, in denen die Dinge hektisch werden man sich als Führungskraft überfordert fühlt. Hier ist es wichtig, sich selbst einige Strategien zu erarbeiten, die helfen können, mit Stress umzugehen.
Einige Möglichkeiten zum Stressabbau wären:
Ein paar Mal tief durchatmen
Sich mit Sport auszupowern
Entspannungsmusik hören
Etwas Zeit an der frischen Luft verbringen
Ruhig und organisiert bleiben
Sich mit anderen Führungskräften über die Probleme austauschen
Wichtig:
Damit stressige Situationen gar nicht erst aufkommen, ist es wichtig, sich auch die einzelnen Teammitglieder einzustellen und deren Bedürfnisse, Stärken und Schwächen zu kennen. Zeitmanagement, eine offene Fehlerkultur und die Fähigkeit, Aufgaben entsprechend zu verteilen gehören zum A und O einer guten Führungskultur.
Denn: Machen Mitarbeiter*innen Dinge, die ihnen liegen und die sie gerne machen, arbeiten sie motivierter und produktiver, was das Stresslevel erheblich reduziert.
Unser Fazit:
Manche Menschen sind geborene Führungspersönlichkeiten, während andere dagegen erst lernen müssen, wie man richtig führt. Doch auch wer kein geborener Teamleader ist, muss sich keine Sorgen machen, dieser Rolle nicht gerecht zu werden, denn es gibt viele Möglichkeiten, Leadership gezielt zu trainieren. Gerne bieten wir Ihnen hierzu ein speziell zugeschnittenes Programm an, das Ihnen die Fähigkeiten und Kentnisse vermittelt, um als exzellente Führungskraft in Ihrem Unternehmen durchzustarten.
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